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Startschuss des 115-Gebärdentelefons für gehörlose und hörbehinderte Bürgerinnen und Bürger am 26. April 2010


Ziel des D115-Verbundes ist es, den 115-Zugang zu allgemeinen Informationen und Leistungen der öffentlichen Verwaltung möglichst allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung zu stellen. Eine wichtige gesellschaftliche Gruppe, die den 115-Service bislang nicht oder nur unter größeren Umständen nutzen konnten sind gehörlose und hörbehinderte Menschen.

Mit dem neuen Angebot des 115-Gebärdentelefons, das über Video-Telefonie erreichbar ist, soll auch dieser Gruppe ein leichter Zugang zur öffentlichen Verwaltung ermöglicht werden.
Das 115-Gebärdentelefon wurde in Kooperation mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) aufgebaut und wird über einen Dienstleister betrieben. Direkt und fallabschließend werden hier – ausschließlich in Gebärdensprache – Auskünfte zu allgemeinen Informationen der teilnehmenden Kommunen und Behörden gegeben.
Die gebärdenden Servicecenter-Mitarbeiterinnen wurden speziell auf die Anwendung der 115-Auskunftsprozesse unter Nutzung der 115-Wissenssuche geschult. Sollte eine Anfrage über die Inhalte der 115-Wissenssuche hinausgehen, wird dem Kunden angeboten, das Anliegen aufzunehmen und an die zuständige Kommune oder Behörde weiterzuleiten.

Wer betreibt das 115-Gebärdentelefon?

Alle Anfragen über die SIP-Adresse 115@gebaerdentelefon.d115.de nimmt der Dienstleister des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), die Firma Telemark Rostock entgegen. Telemark Rostock betreibt bereits seit 2001 das Gebärdentelefon des BMAS.
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales prüft fortlaufend die Qualität des Dienstleisters Telemark Rostock.


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